In dieser Reihenfolge prüfen
Eins: die Phantomspeisung. Die Taste mit der Beschriftung 48V oder P48 am Interface. Das ist meistens die Antwort.
Zwei: der Eingang. Ein Mikrofon an einem Line- oder Instrumenteneingang bleibt stumm oder fast stumm. Nutze den Mikrofoneingang der Kombibuchse.
Drei: die Verstärkung. Auf null erzeugt auch eine funktionierende Kette nichts.
Vier: das Kabel. XLR von Ende zu Ende. Ein Adapter von XLR auf Klinke überträgt keine Phantomspeisung, ein Kondensator bleibt darüber also stumm.
Fünf: die Software. Das Interface muss als Eingabegerät ausgewählt und die Spur scharf geschaltet sein.
Der Zwei-Minuten-Test
Kopfhörer ins Interface stecken und direktes Monitoring einschalten. Hörst du dich dort, aber nicht in der Software, liegt es an der Software. Hörst du an beiden Stellen nichts, ist es einer der ersten vier Punkte.
Und lies das Handbuch deines Geräts
Spannung, Polarität und das Verhalten der Phantomspeisung unterscheiden sich zwischen Modellen. Die Angaben des Herstellers haben Vorrang vor allem, was hier steht.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Was ist Phantomspeisung?
Eine Spannung von 48 V, die das Interface über das XLR-Kabel schickt, um die Elektronik eines Kondensatormikrofons zu versorgen. Dynamische Mikrofone brauchen sie nicht; die meisten Kondensatoren funktionieren ohne sie nicht.
Kann Phantomspeisung ein Mikrofon beschädigen?
Für die meisten Mikrofone ist sie unbedenklich und nicht für jedes – besonders manche Bändchenmikrofone. Prüfe vor dem Einschalten das Handbuch deines Modells.
Zuletzt geprüft 2026-08-18